Nach dem gerichtlichen Freibrief für Diesel-Fahrverbote in deutschen Städten klingeln die Telefone in Anwaltskanzleien Sturm. Verboßte und verunsicherte Autobesitzer wollen gegen Autokonzerne vorgehen. Die Wut kommt spät: Von Volkswagen ließen sich die meisten Besitzer manipulierter Diesel mit umstrittenen Software-Updates abspeisen. Andere vermutete Abgasmanipulateure, wie Mercedes, wurden fast gar nicht attackiert.

Da waren noch keine spürbaren Folgen der Schummelei abzusehen. Da nun aber in vielen Städten Fahrverbote drohen, gehen Dieselfahrzeugbesitzer, dessen Fahrzeuge zum Teil erst in 2014 neu zugelassen worden, auf die Barrikaden! Nun wären von Fahrverboten in Deutschland 9 Millionen Dieselfahrzeuge der Schadstoffklassen Euro 4 und 5 betroffen, einschließlich der 2,7 Millionen in Deutschland zugelassenen Schummeldiesel der Marken Volkswagen, Audi, Seat und Skoda. Auch wenn die Klagewelle vermutlich noch größer werden wird, werden sich die Chancen wohl kaum verbessern. Die einzigen, die auf Erstattung hoffen können, sind Besitzer von abgasmanipulierten Fahrzeugen, aber auch nur bis Jahresende, dann sind Ansprüche verjährt.

Allen Frustes zum Trotz, bleibt ein kleiner Trost: Im Topf des Umweltbonuses ist bis Mitte 2019 noch reichlich Kapital zur Finanzierung eines Elektroautos. Wir von Hyperion versuchen uns schon lange so umweltfreundlich wie möglich fortzubewegen (bislang mit Hybrid oder dem Rad) und hoffen, dass sich möglichst viele dem bald anschließen werden!