Schon seit Ende 2015 sehen wir den Preis für Lithium durch den erheblichen Anstieg der Elektromobilproduktion in die Höhe schießen. Der Preisanstieg für Lithium und Kobalt betrug allein im letzten Jahr etwa ein Drittel. Einer der weltweit größten Käufer Elon Musk handelte schnell und baute sich 2016 in Nevada eine Batterie-„Gigafactory“, die er mit Panasonic verpartnerte, um für genug Nachschub für seine Tesla Produktion zu sorgen.

Dies wird aber erst der Beginn der Preisspirale sein, denn weltweit sind zurzeit 26 große Lithium Batteriefabriken im Bau, die eine Gesamtkapazität von etwa 344 Gigawattstunden haben werden. In Deutschland plant das neue Konsortium TerraE unter Führung der BMZ-Gruppe aus Karlstein am Main eine Batteriefabrik für rund vier Milliarden Euro, die ähnliche Dimensionen wie Musks Gigafactory erreichen könnte. Daher hängt auch der Preis für Speicher und Module stark von den Rohstoffen ab, und die Frage drängt, ob ein eventueller Preisanstieg an den Endkunden von den Firmen weitergegeben werden könnte. Dies war auch zuletzt Thema eines höchstspannenden Webinars bei PV Magazine!

Wenn die Firmen erst einmal gebaut sind, wird deren Hunger auf Lithium ungesehene Auswirkungen auf den Preis haben. Diese lassen sich aber noch kaum einschätzen, da unklar ist wie viele dieser Fabriken ausgelastet sein werden.

Derweil an vielen Batteriefirmen noch gebaut wird, hat sich Elon Musk schon weiter nach Chile aufgemacht, wo er vom Präsidenten per Twitter im „Saudi-Arabien des Lithiums“ willkommen heißen wurde. Bisher wird nur gemunkelt über die Gründe seines Besuches, sind die Gerüchte aber wahr, macht Musk sich und seine Gigafactory weitgehend unabhängig von teuren Lithium-Importen.