Künstliche Intelligenz beschreibt das komplett autonome Verhalten von Computersystemen und ist bereits jetzt eine tägliche Routinetechnologie durchweg vieler Sektoren. Geräte und Maschinen sind mit Sensoren ausgestattet, die es ermöglichen zu bestimmen welche Aufgaben ausgeführt werden und sehen ob Wartung benötigt wird. Wir kennen AI aus der Industrie, wo Roboter völlig unabhängig Produktionsprozesse, bei gleichzeitiger Kostensenkung, beschleunigen oder neuerdings aus dem Wohnzimmer, wo Siri, Alexa & Co nicht mehr wegzudenken sind.

Was hat künstliche Intelligenz aber mit dem Laden von Elektroautos zu tun? 2017 war ein erfolgreiches Jahr für die Elektromobilbranche geprägt von Verkaufserfolgen, die erahnen lassen, dass Elektroautos schon bald zu den wichtigsten Verkehrsmitteln zählen werden.

Klar ist jedoch auch, dass die starke Zunahme von Elektroautos erhebliche Auswirkungen auf Infrastruktursysteme und -märkte haben wird. Zweifler und Kritiker lenken viel Aufmerksamkeit auf Worst-Case-Szenarien wie dem Zusammenbruch des Stromnetzes.

Vielmehr kann durch intelligente Ladetechnologie das Elektroautos sogar zum Nutzen des Stromsystems werden. Laut einer Studie von Open Energi könnten Elektroautos dem britischen Energiesystem bis 2030 mehr als elf Gigawatt an flexibler Kapazität, einer Art Zwischenspeicher, zur Verfügung stellen (Annahme: 1 Mio. E-Autos). Eine flexible Steuerung der Aufladevorgänge dieses enormen Zwischenspeichers könnte dazu dienen, die Lastspitzen am Morgen und am Abend zu glätten.

Natürlich kann der Fahrer hierbei durch Automatisierung bestimmen, wann das Auto geladen sein soll. Diese smarte Steuerung könne auch sich ändernde Muster des Verbraucherverhaltens lernen und darauf selbständig entsprechend reagieren.